Die Tollwut gerät heutzutage immer mehr in Vergessenheit, was aus dem Umstand resultiert, dass Deutschland und weitere angrenzende Länder als nahezu tollwutfrei gelten. Die Tollwuterkrankung wird in erster Linie durch den Biss eines mit dem Lyssavirus infizierten Fuchses übertragen und aus diesem Grund werden in vielen europäischen Staaten immer wieder immunisierende Fuchsköder ausgelegt, die einen speziellen Impfstoff gegen das Virus enthalten. Trotz des heutzutage seltenen Auftretens der Tollwutinfektion ist es für jeden Hundehalter unbedingt ratsam, bei seinem Tier ebenfalls für eine Immunisierung gegen das Virus durch eine wirksame Impfung zu sorgen.

Wie läuft die Tollwuterkrankung ab?

Das Tollwutvirus gelangt über den Speichel eines infizierten Tieres durch dessen Biss in den Körper des neuen Wirts, wo das Virus über die Nervenleitbahnen bis zum Gehirn vordringt. Die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zum tatsächlichen Ausbruch der Tollwutkrankheit kann bis zu acht Wochen dauern. In erster Linie zeigt sich die Tollwut bei einem Hund oder auch bei anderen Tieren durch typische Infektionssymptome, die von gravierenden Verhaltensstörungen, vor allem von Aggressivität und Bissigkeit, begleitet werden. Vom Gehirn des infizierten Tieres wandert das Virus in dessen Speicheldrüse, wo es darauf wartet, durch einen Biss über den Speichel wiederum auf einen neuen Wirt überspringen zu können. In einem fortgeschrittenen Stadium der Tollwutinfektion kommt es zu Lähmungserscheinungen am ganzen Körper, wie beispielsweise an den Extremitäten des erkrankten Tieres, welche sich bis auf die Atemmuskulatur ausweiten. Letztendlich führen diese Lähmungen zum Atemstillstand und zum Tod des erkrankten Tieres.

Ist die Tollwutinfektion auch eine Gefahr für den Menschen?

Das Tollwutvirus kann sich im Körper eines jeden Säugetiers und somit auch im menschlichen Organismus ausbreiten und die lebensbedrohliche Tollwutinfektion auslösen. Aus diesem Grund kann die Frage, ob die Tollwut auch eine Gefährdung für den Menschen darstellt eindeutig mit “Ja” beantwortet werden. In früheren Zeiten erkrankten vor allem in den ländlichen Regionen nicht wenige Menschen an der Tollwutkrankheit und erlagen den Folgen dieser Infektion. Da die Tollwut heutzutage stark eingedämmt, jedoch nicht vollständig ausgerottet wurde, sind die tatsächlichen Ansteckungen mit dem Lyssavirus beim Menschen sehr gering.

Eine Tollwutimpfung ist anzuraten

Da die Tollwutkrankheit durch einen Virus ausgelöst wird, findet sich für die Behandlung eines bereits infizierten Tieres kein wirklich effektiver Therapieansatz. Lediglich eine Langzeitimpfung erweist sich gegen diese tödliche Erkrankung als wirksam. Aus diesem Grund ist es jedem Hundehalter anzuraten, ein Tier gegen die Tollwutkrankheit impfen zu lassen, vor allem, wenn eine Reise mit dem Hund in ein nicht tollwutfreies Land geplant wird. Durch die Tollwutimpfung gegen das Lyssavirus bildet der Körper des Tieres binnen kürzester Zeit Antikörper, welche im Falle eines Bisses durch ein infiziertes Tier, den Kampf gegen das Tollwutvirus aufnehmen und dieses an einer Ausbreitung im Hundekörper hindern.

Konnten Sie bereits Erfahrungen mit der hierzulande glücklicherweise recht seltenen Tollwutkrankheit bei Ihrem Hund machen? Dann bin ich sehr auf Ihren Kommentar gespannt!

Viele Grüße

Sandra Marcel

PetFit Redaktion

Bild © by istockphoto.com / MsDancy

Besteht immer noch Gefahr durch die Tollwut?
Markiert in:            

Einen Kommentar dazu schreiben: