Sobald eine Katze ein starkes mütterliches Verhalten aufzeigt und beispielsweise ein Nest baut, kleine Kuscheltiere und Spielzeug in das Nest legt und immer wieder leckt und herumträgt, kann eine Scheinträchtigkeit bei der Katze bestehen. Die Pseudogravidität, wie die Veterinäre die Scheinträchtigkeit nennen, tritt innerhalb vom natürlichen Sexualzyklus des Tiers auf resultiert aus einer hormonellen Umstellung im Körper der Katzen und ist in vielen Fällen mit einem Eisprung verbunden.

Die Hormonumstellung bei einer Pseudogravidität

Eine Pseudogravidität tritt zumeist auf, wenn sich durch den natürlichen Sexualzyklus der Katzen der Hormonhaushalt im Körper der Tiere plötzlich gravierend ändert. Die Konzentration des Schwangerschaftshormons Progesteron nimmt im Körper der Katzen stark ab und zeitgleich kommt es zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Prolaktin. Der Körper der Tiere fängt daraufhin an, Milch zu produzieren, das Gesäuge schwillt an und die hormonelle Umstellung veranlasst eine Katze instinktiv zu einem sehr “mütterlichen” Verhalten. Übrigens kann die Scheinschwangerschaft auch bei Hunden vorkommen und Hündinnen zeigen nahezu die selben Symptome innerhalb einer Pseudogravidität auf!

Die Scheinträchtigkeit ist keine Krankheit

Für eine Scheinträchtigkeit bei Katzen ist zumeist keine Behandlung nötig, denn die Symptome bezüglich der Milchbildung und des mütterlichen Verhaltens der betroffenen Katzen klingen nach einigen Tagen oder Wochen von selbst wieder ab, sobald sich der Hormonhaushalt der Tiere normalisiert. Doch kann es vorkommen, dass Katzen während der Scheinträchtigkeit stark ihr Gesäuge lecken, wodurch es zu Entzündungen kommen kann. In solch einem Fall sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Der selbe Umstand bezieht sich auch auf eine Scheinträchtigkeit bei Hündinnen.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit einer Scheinträchtigkeit bei Ihrer Katze oder Hündin gemacht? Ich bin sehr auf Ihren Kommentar gespannt!

Viele Grüße
Sandra Marcel
Pet Fit Redaktionsleitung

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Pseudogravidität – die Scheinträchtigkeit bei Katzen
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Eine Reaktion zu “Pseudogravidität – die Scheinträchtigkeit bei Katzen”

  1. Susi, am 15. Oktober 2013:

    Das Verhalten kenne ich von unserer Katze auch, ist nach ein paar Tagen wieder vorbei.

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