Vor allem im Mittelmeerraum läuft ein Hund, der von Zecken befallen und gebissen wird, Gefahr, sich mit der Hunde-Malaria, der sogenannten Babesiose, zu infizieren. Hierbei handelt es sich um eine durch Parasiten verursachte Erkrankung, in deren Rahmen die parasitären Erreger die roten Blutkörperchen des Hundes befallen und diese zerstören, wodurch die Gesundheit des Hundes ernst gefährdet wird. Die Folge der Hunde-Malaria kann sich daher in Form einer gravierenden Anämie gestalten, doch glücklicherweise lässt sich diese Infektionskrankheit, im Gegensatz zur ebenfalls von der Zecke übertragenen Borreliose, recht wirkungsvoll behandeln.

Wie zeigt sich die Hunde-Malaria?

Die Symptome der Hunde-Malaria fallen sehr unterschiedlich aus. In erster Linie muss dieser Hundekrankheit natürlich ein Zeckenbiss vorangegangen sein, durch welchen sich der Hund mit den Erregern der Hunde-Malaria, den Babesien, angesteckt hat. In den folgenden ein bis drei Wochen nach dem Biss der Zecke kann es zu hohem Fieber und zu einer sichtbaren Teilnahmslosigkeit beim Hund kommen und zudem verweigert ein an der Babesiose erkranktes Tier häufig die Futteraufnahme. Ein Gewichtsverlust, die bereits erwähnte Anämie und selbst eine Gelbsucht können weitere Folgen der Babesiose darstellen und im weiteren Verlauf dieser Erkrankung kann es auch zu einer Dunkelfärbung des Urins und zu Blutungen an der Haut kommen. Die Schleimhäute zeigen aufgrund von Wassereinlagerungen Ödeme auf und auch die Augen des Tiers können sich durch die Erreger der Hunde-Malaria entzünden.

Wie wird die Babesiose behandelt?

Die Babesiose lässt sich glücklicherweise recht gut behandeln, wofür die Tierärzte zumeist ein Antiprotozoikum einsetzen, welches die Parasiten im Blut des Hundes abtötet. In manchen Fällen verläuft die Erkrankung auch vollkommen beschwerdefrei und der Hundekörper kann sich auch ohne Behandlung erfolgreich gegen die Parasiten zur Wehr setzen, vorausgesetzt, der Hund weist ein starkes Immunsystem und eine optimale Gesundheit auf. Sollten jedoch nach einem Zeckenbiss die beschriebenen Symptome auftreten, so ist der Hundehalter gut beraten, den Tierarzt aufzusuchen, der durch einen Bluttest feststellen kann, ob sich der Hund tatsächlich mit der Babesiose angesteckt hat. Vorbeugend sollte ein Schutz vor Zecken gewährleistet werden, wie beispielsweise durch ein gutes Zeckenmittel oder mit der Hilfe von einem Zeckenhalsband. Da vor allem Zecken im Mittelmeerraum die Hundemalaria übertragen, sollten Hunde auch nur bedingt in diese Gebiete mitgenommen werden. Doch stellt dies kein endgültiger Schutz vor der Hunde-Malaria dar, denn auch in Deutschland übertragen immer mehr Zecken die Erreger der Babesiose.

Mussten Sie bei Ihrem Hund bereits Erfahrungen mit der Hundemalaria machen? Wie hat sich die Krankheit gezeigt und wurde sie erfolgreich behandelt? Ich bin sehr auf Ihren Kommentar gespannt!

Viele Grüße
Sandra Marcel
PetFit Redaktionsleitung

Bild © by istockphoto.com / MsDancy

Malaria bei Hunden durch Zeckenbisse
Markiert in:        

Eine Reaktion zu “Malaria bei Hunden durch Zeckenbisse”

  1. Sebastian, am 24. Juli 2013:

    Mein Hund hatte bis jetzt zum Glück noch keine Krankheit, die durch eine Zecke übertragen wurde. Wenn ich den Artikel lese, wird mir auch ganz anders. Glaub darauf kann mein Hund definitiv auch verzichten 🙂

Einen Kommentar dazu schreiben: