Das Hundeverhalten wirft beim Hundehalter nach wie vor leider viele Missverständnisse auf, wodurch die Kommunikation zwischen Hund und dem Menschen erheblich erschwert wird. Hunde kommunizieren grundsätzlich über die Körpersprache und achten auch auf die ihres Halters – tatsächlich mehr als auf die gesprochenen Befehle! Hundehalter, die sich darüber nicht im Klaren sind, wundern sich häufig, dass die Befehle, die sie ihrem Hund geben, nicht fruchten, und verstehen wiederum auch die Körpersprache ihres vierbeinigen Freunds oft falsch. Nicht immer bedeutet Schwanzwedeln auch wirklich Freude!

Die häufigsten Irrtümer im Hundeverhalten

Wir möchten nun über die drei häufigsten Irrtümer im Hundeverhalten aufklären:

  • Schwanzwedeln bedeutet Freude beim Hund – nicht immer deutet das Schwanzwedeln des Hundes auf Freude hin, denn dieses Verhalten signalisiert grundsätzlich Erregung des Hundes, ob positiver oder negativer Natur, darüber geben weitere Körpersignale Auskunft. Ist der Hund beispielsweise ängstlich, wedelt er mit hängender Route. Echte Freude kann an sehr schnell wedelnder Route erkannt werden. Auch die Stellung der Ohren ist wichtig – angelegte Ohren beim Wedeln deuten ebenfalls auf Angst hin.
  • Ein bellender Hund freut sich – auch dies ist natürlich nicht immer der Fall! Grundsätzlich signalisiert der Hund mit dem bellen Aufmerksamkeit. Ob sich dahinter wirklich Freude oder eventuell auch Angst oder Aggressivität verbirgt, zeigen wiederum die Körpersprache der Tiere und die Klangfarbe des Bellens. Der Spruch “Hunde die bellen beißen nicht” ist generell falsch, denn das Bellen kann auch ein letztes Warnsignal vor dem Angriff sein!
  • Vorsicht vor einem knurrenden Hund – Angriff droht! – Auch diese Annahme ist falsch, denn nicht immer bedeutet das Knurren der Hunde auch wirklich eine Warnung. Das Knurren gehört zur ganz normalen Kommunikation der Hunde und kann auf viele Gemütszustände hindeuten. Ob ein Hund wirklich aggressiv ist und ob das Knurren eine Warnung darstellt, zeigt wiederum die gesamte Körpersprache der Tiere. Zumeist zeigt das Knurren lediglich Unsicherheit und Angst an und nicht immer erfolgt nach dem Knurren auch wirklich ein Angriff des Hundes. Wie auch beim Bellen des Hundes, ist auch die Klangfarbe vom Knurren von Bedeutung!

Wie kann ich meinen Hund richtig verstehen?

Die gesamten Signale der Körpersprache eines Hundes würde zweifelsohne den Umfang dieses Artikel sprengen. Daher ist es einem Hundehalter, der die Signale seines Hundes richtig deuten möchte zu empfehlen, sich ein gutes Buch über die Körpersprache von Hunden anzuschaffen oder auch einen Hundetrainer um Rat zu fragen. Für das harmonische Miteinander zwischen Hund und Mensch ist ein optimales Verständnis unumgänglich und die Missverständnisse in Bezug auf das Hundeverhalten sollten durch das richtige Wissen aus der Welt geschafft werden.

Kennen Sie noch weitere weitverbreitete Missverständnisse und Irrtümer in Bezug auf das Hundeverhalten? Ich freue mich sehr auf Ihren Kommentar!

Viele Grüße
Sandra Marcel
PetFit Redaktionsleitung

Bild © by istockphoto.com / HannamariaH

Das Hundeverhalten wirft Missverständnisse auf
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